Blinden & Sehbehinderten - Tennis
 
Neu ab Sommer 2018 in der Tennisschule Sven Ockin 
 
 
 
 
Blindentennis, wie funktioniert das?
 
Beim Blindentennis können blinde und sehbehinderte Spielerinnen und Spieler in jeweils drei Kategorien, die sich nach dem Sehrest richten (B1, B2, B3), gegeneinander antreten. Dafür sind Regel-Anpassungen nötig. Das Feld ist verkleinert, entspricht in der Konkurrenz der Vollblinden einem Mini-Court, also schmaleren T-Feld, und bei Spielern mit Sehrest einem Midcourt oder sogenannten Dreiviertel-Feld. Die Linien sind mit einer Schnur überklebt, sodass sie mit den Füßen ertastet werden können. Dank einer Schaumstoffhülle ist der Ball etwas langsamer, zudem rasselt er gut hörbar. Bei blinden Spielern (B1) darf der Ball dreimal im eigenen Feld aufspringen, ehe er zurückgespielt werden muss, bei hochgradig Sehbehinderten dreimal (B2) oder zweimal (B3). Es werden verkürzte Schläger genutzt.
 
Mehr Informationen zum genauen Regelwerk und erste Übungsformen finden sich hier im Blindentennis-Informationspaket.
 

Die Geschichte des Blindentennis

Blindentennis wurde vor rund 30 Jahren in Japan entwickelt und ist inzwischen auch in vielen europäischen Ländern, Südamerika und Australien verbreitet. 2014 wurde die International Blind Tennis Association gegründet. Etwa im englischen Tennisverband ist Blindentennis schon eine offizielle Sportart. Es gibt hier inzwischen lokale, regionale und nationale Wettkämpfe. Langfristiges Ziel der International Blind Tennis Association ist die Anerkennung des Blindentennis als neue paralympische Sportart.
 
 
 

BLINDENTENNIS:   MOTIVATION SCHLÄGT SEHKRAFT

 

Ohne gute Sicht Tennis spielen? Unmöglich…  Weitgefehlt wie Blindentennis beweist

Wer Tennis spielen will, muss sehen können. Ist ja logisch, wie soll man den Ball denn treffen, wenn man ihn nicht sieht. Weit gefehlt – seit diesem Jahr beweisen auch Sehbehinderte und Blinde, dass man sie getrost auf einen Tenniscourt schicken kann. Mit etwas Übung, leichten Regelanpassungen und einem aufmerksamen Gehör steht dem Tennisspass nichts mehr im Weg.
 

Ein gutes Gehör und Gefühl ersetzt die Augen

Denkt man als „normaler“ Spieler mal einen kurzen Moment über den Sport nach, dann macht Tennis und Hören sehr viel Sinn. Jeder von uns „hört“ ja auch dem eigenen Spiel zu. Trifft man einen Ball mit dem Rahmen, kann man das hören. Ist die Saite stumpf, kann man das hören. Und ja, kam der Aufschlag mal so richtig gut – kann man dieses wunderbare Plopp gut hören.
Tennis hat also ganz viel mit dem Gehör zu tun und eröffnet so Blinden und Sehbehinderten die Welt der gelben Filzkugeln.